Wir haben den 22. Januar 2014 und endlich ist es Winter. Im Verlauf der letzten Nacht hat sich die uns umgebende Landschaft in Weiß gekleidet und es gibt für sicher kaum schöneres, als an so einem Tag in die Harzstadt Quedlinburg zu reisen. Sicher teilen meine Meinung nicht viele Deutsche, schließlich ist der Winter in einer Autofahrernation der Feind schlechthin. Er gehört zu unserem Leben genau wie Frühjahr, Sommer und Herbst. Jede Jahreszeit hat ihre Reize und ich finde den Winter in seiner weißen Pracht einfach schön.
Um einen Winter ganz anderer Art geht es in dem Theaterstück, was auf unsere zehnten in Quedlinburg wartet. Es geht um einen zwölfjährigen Winter, in den uns ein Mensch mit dem Namen Hitler stürzte. Zwölf Jahre, die unsere Welt so nachhaltig veränderte wie es zuvor keine Jahrhunderte vermochten. Ich bin gespannt, wie die Theaterleute das Thema umsetzen.
Und ich freue mich auf das winterliche Quedlinburg.
Es ist kurz nach vier und wir sitzen wieder im Bus. Winterlich ist es auch jetzt noch; der Schneefall hat aber fast aufgehört. Ich habe meine Horizon ihren zweiten Film machen lassen, wir Lehrer haben gut gegessen und das Theaterstück war interessant und regte auf alle Fälle zum Nachdenken an. Zu erleben war Hitlers Zeit im Männerwohneim für Wohnungslose in Wien um 1910. Hier vollzog sich die Wandlung des Menschen Adolf Hitler zu dem menschenverachtenden Monstrum Hitler. Das Publikum war schweigsam und das zeigte uns, daß die jungen Leute es auch toll fanden
Zum Abschluss besichtigten wir noch die Schlosskirche in Quedlinburg und spazierten durch die winterlich verschneiten Gassen.
Vielen Dank an Frau Karl für die Organisation dieses schönen (Winter)Tages.


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